Ich verstehe nicht, wie man die Konjunktur ankurbeln will und das möglichst schnell und einem dann nichts anderes einfällt als Steuererlass für Neuwagen (was bei großen Spritfressern mehr, bei verbrauchsarmen Kleinwagen weniger ist, in jedem Fall aber nur zu Mitnahmeeffekten führt, da sich niemand wegen geschätzter 100,-€ weniger einen Neuwagen kauft), neuer Straßen und ein paar anderer Maßnahmen, die weder einzeln noch zusammen für mich diesen Zweck erfüllen.
Gerade der Ausbau des Verkehrsnetzes wird ja am meisten bejubelt, dabei verstehe ich auch hier nicht den Zusammenhang. Wer des Öfteren auf Deutschlands Straßen unterwegs ist wird festgestellt haben, dass die meisten Baustellen nicht innerhalb weniger Wochen einen flüssigen Verkehr bedingen, vielmehr kommt dieser im Umfeld dieser oftmals weitgehend zum Erliegen, das Argument, die Infrastruktur heize die Wirtschaft an gilt also wohl vor allem für die Ausfallversicherungen sowie die Erdölindustrie, die man da wohl nicht in erster Linie fördern will.
Das zweite Argument ist dann auch natürlich der Aspekt der Arbeitsplätze, die unstrittig benötigt werden, um eine Straße, Trasse oder Brücke zu sanieren oder neu zu bauen. Ich frage mich jedoch, in was für einem Verhältnis hierbei Aufwand und Nutzen stehen, denn wenn ich mir die Baustellen in meiner Umgebung so anschaue, so arbeiten da für die Millionen von Euros, die da auf den großen Tafeln stehen, doch erstaunlich wenige Menschen. Wenn man sich dann die Gesamtsumme aus diesem "Konjunkturpäckchen" anschaut, erscheint mir der arbeitspolitische und damit kurzfristig erzielbare Effekt dieser Maßnahme äußerst zweifelhaft.
Zumal Bauarbeiten im Winter einen zweifelhaften Ruf genießen, in der Branche hält sich der Ausdruck "Nikolausdecke", der eine kurz vor Jahresende noch schnell aus dem Budget gerettete neue Decke einer Straße beschreibt, die wegen der saisonalen Wetterlage allerdings oftmals von so geringer Qualität ist, dass sich schon nach kurzer Zeit der vormalige Zustand wieder hergestellt, wenn nicht verschlimmert hat (die derzeitigen Temperaturen mögen da anderes suggerieren, aber Frost lässt sich leider nicht wie so ein Konjunkturdings planen).
Ich kann deswegen nicht verstehen, wie diese Maßnahmen so hochgejubelt werden, aber vielleicht kann mich ja demnächst mal jemand eines Besseren belehren, wir planen nämlich derzeit ein Seminar mit Schwerpunkt Verkehr und prominentem Referenten im Kreis Hannover Stadt, mal sehen was sich da ergibt...
Gerade der Ausbau des Verkehrsnetzes wird ja am meisten bejubelt, dabei verstehe ich auch hier nicht den Zusammenhang. Wer des Öfteren auf Deutschlands Straßen unterwegs ist wird festgestellt haben, dass die meisten Baustellen nicht innerhalb weniger Wochen einen flüssigen Verkehr bedingen, vielmehr kommt dieser im Umfeld dieser oftmals weitgehend zum Erliegen, das Argument, die Infrastruktur heize die Wirtschaft an gilt also wohl vor allem für die Ausfallversicherungen sowie die Erdölindustrie, die man da wohl nicht in erster Linie fördern will.
Das zweite Argument ist dann auch natürlich der Aspekt der Arbeitsplätze, die unstrittig benötigt werden, um eine Straße, Trasse oder Brücke zu sanieren oder neu zu bauen. Ich frage mich jedoch, in was für einem Verhältnis hierbei Aufwand und Nutzen stehen, denn wenn ich mir die Baustellen in meiner Umgebung so anschaue, so arbeiten da für die Millionen von Euros, die da auf den großen Tafeln stehen, doch erstaunlich wenige Menschen. Wenn man sich dann die Gesamtsumme aus diesem "Konjunkturpäckchen" anschaut, erscheint mir der arbeitspolitische und damit kurzfristig erzielbare Effekt dieser Maßnahme äußerst zweifelhaft.
Zumal Bauarbeiten im Winter einen zweifelhaften Ruf genießen, in der Branche hält sich der Ausdruck "Nikolausdecke", der eine kurz vor Jahresende noch schnell aus dem Budget gerettete neue Decke einer Straße beschreibt, die wegen der saisonalen Wetterlage allerdings oftmals von so geringer Qualität ist, dass sich schon nach kurzer Zeit der vormalige Zustand wieder hergestellt, wenn nicht verschlimmert hat (die derzeitigen Temperaturen mögen da anderes suggerieren, aber Frost lässt sich leider nicht wie so ein Konjunkturdings planen).
Ich kann deswegen nicht verstehen, wie diese Maßnahmen so hochgejubelt werden, aber vielleicht kann mich ja demnächst mal jemand eines Besseren belehren, wir planen nämlich derzeit ein Seminar mit Schwerpunkt Verkehr und prominentem Referenten im Kreis Hannover Stadt, mal sehen was sich da ergibt...







4 Kommentare:
Dankeschön. Genau meine Meinug.
Helfen würde meiner Meinung eine Streichung der Mehrwertsteuer für Handwerker, kombiniert mit einem Klimaschutzprogramm, das vor allem Energieeinsparung fördert. Dazu noch eine staatliche Förderung (bei der man richtig Geld in die Hand nimmt) von Passiv- oder am besten Aktivhäusern und fertig ist ein schönes Konjunkturpaket über das sich alle freuen.
Ich fand die Idee, bei diesen Baumaßnahmen vor allem Bildungseinrichtungen zu bevorzugen, ganz gelungen. Diese haben oftmals einen bemitleidenswerten Zustand, dabei ist doch die Bildung zweifelsfrei das wichtigste langfristige Konjunkturprogramm.
Richtig Geld in die Hand genommen wird leider immer wieder an den falschen Enden, da werden lieber ein paar Arbeitsplätze bei einem Dinosaurierbetrieb über ein paar Monate gerettet, anstatt Innovationen zu fördern und so ganz neue Industrien zu entwickeln - mir unbegreiflich.
Sorry, wenn ich erst so spät noch mal drauf zurückkomme. Hab mich grade mal im Netz schlau gemacht. 1 Qm Passivhaus Wohnfläche kostet ungefähr 1400 €. Nehmen wir mal 1 Milliarde in die Hand und sponsorn die Passivhausbauer mit 50 % (!!!) schaffen wir es auf 1400000 Qm. rechnen wir pro Wohnung einfach 100 Qm, sind das 14000 Wohnungen die keinen Strom mehr benötigen. Na ja... mach mich ma ans Abwracken ;)
Ich mein natürlich fast keine Heizung anstatt keinen Strom ;)
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