Es sind Wahlen und natürlich ist da auch wieder von Bildung die Rede. Bildung ist unsere Zukunft, das weiß jeder, da widerspricht niemand. Kein Wunder also, dass an dieser Stelle auch wieder einmal jede Menge mehr oder weniger neue Ideen sprießen. Die SPD hat nun die Zuständigkeit der Länder als Wurzel allen Übels ausgemacht, was sie jetzt, während ihres "programmatisch geprägten Wahlkampfes" klar herausstellt. Dass dieser Ansatz zu kurz greift und eine einfach Übertragung der Kompetenzen für Bildung an den Bund nicht nur auf Bund-Länder-Ebene heilloses Durcheinander, jahrelange Diskussionen und was weiß ich noch alles hervorrufen würde, ist sicher jedem klar, aber auch abseits solcher Überlegungen macht schon das Konzept alleine beim genaueren Hinsehen stutzig. Der Bund hat weder mehr Geld, noch mehr Leute, noch mehr Erfahrung, noch ist er näher an den Menschen (Schülern, Eltern, Lehrern) dran - ganz klar also eine Sackgasse, sobald über mehr als grobe Lernziele verhandelt wird.
Aber wie, wenn nicht durch mehr Zentralisierung, bekommen wir die Schulen wieder auf internationales Top-Niveau? Subsidiarität war zuletzt bei der Europawahl im Frühsommer ein großes Thema, zumindest bei den Liberalen - eines der schlüssigsten Konzepte, wie ich finde. Genau dieses Prinzip auf die Schule angewandt würde, entgegen der SPD-Forderung, die Zuständigkeiten noch weiter nach unten verlagern, auf die Ebene jeder einzelnen Schule, die hier über Ausrichtung, Ausgaben und Struktur selbst entscheiden kann. Dieses Modell der Selbstständigen Schule, das auch die Liberalen (Seite 44 im aktuellen Programm) bevorzugen, liegt eigentlich so sehr auf der Hand, dass man sich wundert, wieso es noch immer nur auf wenige Modellschulen angewandt wird, die Chancen, die die zusätzliche Verantwortung mit sich bringt, könnte auch den leidigen Schulstrukturstreit beseitigen - der Wettbewerb würde hier noch wesentlich schneller greifen als bisher schon.
Natürlich kommen damit neue Aufgaben auf das Personal der Schulen zu, die jetzt schon immer häufiger werdenden Schulmanager werden weiteres Personal benötigen, das allerdings im Gegenzug im Kultusministerium nicht mehr gebraucht wird. Lokale Besonderheiten, Fähigkeiten von Lehrern etc. lassen sich durch dieses individuelle Konzept besser nutzen, als einfach einem ganzen Bundesland von oben Strukturen und Inhalte bis ins Kleinste zu diktieren. Was das für Auswüchse hat, zeigen Länder wie Niedersachsen, wo die Stoffvielfalt gegen Null läuft und die Komplexität die Lehrer zwingt, Stoff, den sie selbst nie gelernt haben, zu lehren - was das mit Bildung im klassischen, humanistischen Sinne zu tun hat kann ich nicht erkennen, aber es ist ganz klar eine Fehlentwicklung, die nicht zur positien Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen führt, sondern im Gegenteil zu Überlastung durch die Flut an "Lernstoff".
Die Entwicklung der letzten Jahre ist also umzukehren und wieder mehr Kompetenzen auf die lokale Ebene zu holen, wenn der Bund auf die Idee kommen sollte, bundeseinheitliche Standards einzuführen um die Abschlüsse ähnlich den Universitäten vergleichbar zu machen - von mir aus, wenn er sich eine blutige Nase im Kampf mit den Ländern holen will, der letzte Pyrrhussieg war wohl nicht genug. Aber die konkreten Entscheidungen müssen da getroffen werden können, wo sie sich auswirken. Vor Ort.

Aber wie, wenn nicht durch mehr Zentralisierung, bekommen wir die Schulen wieder auf internationales Top-Niveau? Subsidiarität war zuletzt bei der Europawahl im Frühsommer ein großes Thema, zumindest bei den Liberalen - eines der schlüssigsten Konzepte, wie ich finde. Genau dieses Prinzip auf die Schule angewandt würde, entgegen der SPD-Forderung, die Zuständigkeiten noch weiter nach unten verlagern, auf die Ebene jeder einzelnen Schule, die hier über Ausrichtung, Ausgaben und Struktur selbst entscheiden kann. Dieses Modell der Selbstständigen Schule, das auch die Liberalen (Seite 44 im aktuellen Programm) bevorzugen, liegt eigentlich so sehr auf der Hand, dass man sich wundert, wieso es noch immer nur auf wenige Modellschulen angewandt wird, die Chancen, die die zusätzliche Verantwortung mit sich bringt, könnte auch den leidigen Schulstrukturstreit beseitigen - der Wettbewerb würde hier noch wesentlich schneller greifen als bisher schon.
Natürlich kommen damit neue Aufgaben auf das Personal der Schulen zu, die jetzt schon immer häufiger werdenden Schulmanager werden weiteres Personal benötigen, das allerdings im Gegenzug im Kultusministerium nicht mehr gebraucht wird. Lokale Besonderheiten, Fähigkeiten von Lehrern etc. lassen sich durch dieses individuelle Konzept besser nutzen, als einfach einem ganzen Bundesland von oben Strukturen und Inhalte bis ins Kleinste zu diktieren. Was das für Auswüchse hat, zeigen Länder wie Niedersachsen, wo die Stoffvielfalt gegen Null läuft und die Komplexität die Lehrer zwingt, Stoff, den sie selbst nie gelernt haben, zu lehren - was das mit Bildung im klassischen, humanistischen Sinne zu tun hat kann ich nicht erkennen, aber es ist ganz klar eine Fehlentwicklung, die nicht zur positien Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen führt, sondern im Gegenteil zu Überlastung durch die Flut an "Lernstoff".
Die Entwicklung der letzten Jahre ist also umzukehren und wieder mehr Kompetenzen auf die lokale Ebene zu holen, wenn der Bund auf die Idee kommen sollte, bundeseinheitliche Standards einzuführen um die Abschlüsse ähnlich den Universitäten vergleichbar zu machen - von mir aus, wenn er sich eine blutige Nase im Kampf mit den Ländern holen will, der letzte Pyrrhussieg war wohl nicht genug. Aber die konkreten Entscheidungen müssen da getroffen werden können, wo sie sich auswirken. Vor Ort.








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